Fünf Krankheitskategorien, die durch ein Management der Darmmikrobiota vermeidbar sind

Der menschliche Gastrointestinaltrakt wird von einem vielfältigen Ökosystem besiedelt, das über 1.000 unterschiedliche mikrobielle Spezies umfasst, mit einer Gesamtpopulation von mehr als 100 Billionen Mikroorganismen, die überwiegend aus Bakterien, Pilzen und Hefen bestehen. Jede Spezies unterhält eine symbiotische Beziehung innerhalb des Verdauungssystems des Wirts. Während die grundlegende Zusammensetzung und die mikrobielle Belastung bei Individuen vergleichbar erscheinen mögen, sind die spezifischen Profile bei jeder Person völlig einzigartig; dies stellt das individuelle Gleichgewicht der Darmmikrobiota dar. Eine optimale gastrointestinale Gesundheit geht aus einem ausgewogenen Mikrobiom hervor, das sowohl die systemische körperliche Gesundheit als auch das psychische Wohlbefinden grundlegend unterstützt.
Die fünf Kategorien vermeidbarer Erkrankungen durch Optimierung der Darmmikrobiota umfassen:
1. Mangelernährungsstörungen
Zahlreiche Spezies der Darmmikrobiota unterstützen synergistisch die Verdauung von Nahrung und die Nährstoffabsorption. Darüber hinaus tragen sie zur Biosynthese verschiedener essentieller Metaboliten bei, einschließlich mehrerer Vitamine, Hormone, Neurotransmitter und spezifischer lebenswichtiger Aminosäuren. Folglich kann eine Dysbiose der Darmmikrobiota zu Defiziten wichtiger physiologischer Nährstoffe führen, was potenziell körperliche Erkrankungen oder psychische Symptome nach sich zieht.
2. Adipositas und Übergewicht
Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmmikrobiota (Dysbiose) können Adipositas oder Diabetes mellitus auslösen. Dies wird durch die regulatorischen Effekte des Mikrobioms auf die Lipidspeicherung, den Glukosestoffwechsel und die Signalwege appetitanregender Hormone vermittelt.
3. Autoimmunerkrankungen
Diese Kategorie umfasst über 80 unterschiedliche Krankheiten und Störungen, die alle dadurch gekennzeichnet sind, dass das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Zellgewebe oder Organe angreift und zerstört. Die primäre Ätiologie beruht häufig auf einem Ungleichgewicht der Darmmikrobiota, das eine lokale Entzündung auslöst und die Integrität der intestinalen Epithelbarriere beeinträchtigt (erhöhte intestinale Permeabilität oder „Leaky Gut“). Diese Pathologie induziert eine systemische Hyperimmunreaktion, die körpereigene Gewebe angreift, und manifestiert sich in Erkrankungen wie systemischem Lupus erythematodes (SLE), Psoriasis, rheumatoider Arthritis, Typ-2-Diabetes, autoimmuner Thyreoiditis und Alzheimer-Krankheit.
4. Neurologische Erkrankungen und Stimmungsstörungen
Der Gastrointestinaltrakt besitzt ein eigenes intrinsisches Nervensystem, das als enterisches Nervensystem (ENS) bezeichnet wird. Das ENS umfasst über 100 Millionen Neuronen, die autonom und unabhängig von Befehlen des zentralen Nervensystems funktionieren. Allerdings kann das ENS die zerebrale Aktivität mithilfe chemischer Botenstoffe modulieren, die von Darmbakterien synthetisiert werden, wie Serotonin und Dopamin. Ein Mangel an diesen essenziellen Neurotransmittern im Gehirn kann depressive Symptome auslösen und die Stressbewältigungsmechanismen beeinträchtigen.
5. Onkologische Erkrankungen (Krebserkrankungen)
Eine intestinale Dysbiose ruft sowohl lokal im Darm als auch systemisch im gesamten Körper chronische Entzündungen hervor und kann dadurch das Risiko der Onkogenese erhöhen. Beispiele assoziierter Malignome sind kolorektales Karzinom, Brustkrebs und hepatozelluläres Karzinom.
Daher ist die Aufrechterhaltung eines optimalen Profils der Darmmikrobiota unerlässlich, um eine robuste physiologische Gesundheit zu erhalten und die Krankheitsprävention zu gewährleisten.
Referenz:
Celfix Clinic and Lab
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