Hausstaubmilbenallergie: Kontrolle zu Hause, Behandlung & Immuntherapie

Hausstaubmilbenallergie
Was sollten Sie tun, wenn Sie allergisch auf Hausstaubmilben reagieren?
Für Personen, die positiv auf Hausstaubmilbenallergie getestet wurden und allergische Symptome haben, sollte die Exposition reduziert werden, indem die häusliche Umgebung wie folgt angepasst wird:
1. Waschen Sie Bettwäsche wöchentlich in heißem Wasser bei 60°C für 30 Minuten, um Hausstaubmilben abzutöten.
2. Verwenden Sie milbendichte Bezüge für Matratze und Kissen.
3. Sorgen Sie für Belüftung des Schlafzimmers, um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren – öffnen Sie Schlafzimmer-Türen und -Fenster für mindestens 1 Stunde pro Tag oder halten Sie die relative Luftfeuchtigkeit im Innenraum bei etwa 50%.
4. Wählen Sie einen Staubsauger mit HEPA-Filter.
5. Reinigen Sie Wohnung und Schlafzimmer mit einem feuchten Tuch.
6. Vermeiden Sie Teppiche und stoffbezogene Möbel im Schlafzimmer.
7. Bewahren Sie keine Plüsch-/Stofftiere im Schlafzimmer auf.
8. Halten Sie Haustiere aus dem Schlafzimmer fern.
9. Trocknen Sie Matratzen, Kissen und Teppiche mindestens 3 Stunden lang in starker Sonneneinstrahlung, um Hausstaubmilben zu bekämpfen.
Wenn sich die Symptome nach Umweltkontrolle nicht bessern, suchen Sie einen Arzt auf für Medikamente wie Antihistaminika; bei schweren Symptomen kann zusätzlich ein intranasales Kortikosteroid-Nasenspray erforderlich sein.
Neue Optionen für Menschen mit Hausstaubmilbenallergie
Für Patientinnen und Patienten mit allergischer Rhinitis oder Asthma, die durch Hausstaubmilbenallergie ausgelöst wurden und deren Symptome sich trotz Umweltkontrolle und optimaler Medikation nicht bessern, besteht die Möglichkeit einer allergenspezifischen Immuntherapie. Diese gezielte Behandlung kann das Immunsystem so modulieren, dass der Körper Hausstaubmilben besser toleriert und sich die Symptome verbessern.
Die allergenspezifische Immuntherapie gegen Hausstaubmilben ist sowohl als subkutane Injektionen als auch in Form von sublingualen (unter der Zunge) Präparaten verfügbar. Die beiden Methoden unterscheiden sich wie folgt:
๐ Subkutane Immuntherapie (SCIT): Standardisierte Hausstaubmilbenextrakte werden in kleinen, regelmäßigen Dosen injiziert. Zu Beginn erfolgt die Injektion wöchentlich mit schrittweiser Dosiserhöhung über 5–6 Monate bis zur Erreichung einer Erhaltungsdosis, danach einmal monatlich für 3–5 Jahre, bevor ein Therapieende erwogen werden kann. Es können allergische Reaktionen auftreten – wie Urtikaria, Asthma, Larynxödem, Hypotonie oder Anaphylaxie – daher muss diese Therapie von einem Allergologen durchgeführt werden.
๐ Sublinguale Immuntherapie (SLIT): eine orale Option zum Verbleib unter der Zunge. Sie eignet sich für Personen, die keine Injektionen wünschen, und ist praktisch, da sie zu Hause eingenommen werden kann und nur seltene Arztbesuche erfordert; schwere systemische allergische Reaktionen sind selten.
Quelle: Synphaet Children's Hospital
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