Gallensteine

Was verursacht Gallensteine?
Gallensteine entstehen durch die Kristallisation von Substanzen in der Galle, darunter Calcium, Cholesterin und Bilirubin (eine gelblich-braune Substanz, die beim Abbau von roten Blutkörperchen entsteht). Diese Substanzen können aufgrund von Infektionen der Gallenwege oder eines Ungleichgewichts von Cholesterin und Bilirubin in der Galle Kristalle bilden. Die Kristallisation kann zu einem einzelnen großen Stein oder zu mehreren kleinen Steinen führen.
Wer ist gefährdet, Gallensteine zu entwickeln?
Wie allgemein bekannt, sind Cholesterin-Gallensteine der häufigste Typ. Dies deutet darauf hin, dass Lebensstilfaktoren zur Entstehung der Erkrankung beitragen können, insbesondere bei Menschen mit Adipositas, da sie tendenziell höhere Cholesterinspiegel in der Galle haben. Weitere Risikofaktoren sind:
๐ Geschlecht und Alter: Häufiger bei Frauen als bei Männern, insbesondere bei über 40-Jährigen
๐ Familiäre Vorgeschichte von Gallensteinen
๐ Regelmäßiger Alkoholkonsum
๐ Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder Blutkrankheiten
๐ Einnahme oraler Kontrazeptiva oder Hormonersatztherapie, da Östrogen den Cholesterinspiegel in der Galle erhöht
๐ Häufiger Verzehr fettreicher Speisen
Zusätzliche Risikofaktoren
๐ Adipositas: Verminderte Gallenblasen-Kontraktion erhöht das Risiko von Cholesterinsteinen
๐ Östrogenexposition (durch Medikamente oder Schwangerschaft): Erhöht den Cholesterinspiegel in der Galle
๐ Bestimmte cholesterinsenkende Medikamente
๐ Diabetes mellitus mit sehr hohen Triglyzeridwerten
๐ Rascher Gewichtsverlust, der einen übermäßigen Fettabbau verursacht
Symptome von Gallensteinen
๐ Blähungen
๐ Abdominale Beschwerden oder Verdauungsstörungen nach dem Verzehr von fetthaltigen Speisen (chronisch und wiederkehrend)
๐ Schmerzen im Oberbauch oder im Bereich des rechten Rippenbogens
๐ Ausstrahlende Schmerzen in die rechte Schulter oder den Rücken
๐ Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Schüttelfrost
๐ Ikterus (Gelbfärbung der Haut und Augen)
Behandlung
Die derzeit effektivste Behandlung für Gallensteine ist die laparoskopische Operation (minimal-invasive Chirurgie). Dabei werden kleine Schnitte im Bauch gemacht. Liegt keine akute Entzündung der Gallenblase vor, beträgt die Erfolgsrate dieses Verfahrens bis zu 95%.
Laparoskopische Cholezystektomie
Bei diesem Verfahren wird eine kleine Kamera über den Nabel und den rechten Oberbauch eingeführt, wobei die Einschnitte nur etwa 0,5 cm groß sind. Dies führt zu minimalem Blutverlust, einer schnelleren Genesung und in der Regel können die Patientinnen und Patienten die Klinik innerhalb von 1–2 Tagen verlassen. Wird die Erkrankung jedoch zu lange unbehandelt gelassen und es entsteht eine schwere Entzündung, kann die Behandlung komplizierter werden und eine laparoskopische Operation ist ggf. nicht mehr möglich.
Derzeit gilt die laparoskopische Operation als Standard und ist breit anerkannt. Sie bietet kleinere Wunden, weniger Schmerzen, eine schnellere Genesung und ein geringeres Risiko für postoperative Infektionen.
Minimal-invasive Gallenstein-Operation: Kleine Einschnitte, schnelle Genesung, beruhigendes Gefühl
Wenn Sie eines der oben genannten Symptome verspüren oder vermuten, dass Sie ein Risiko für Gallensteine haben, sollten Sie einen Arzt zur richtigen Diagnose und Behandlung aufsuchen. Gallensteine können mittels Ultraschall des oberen Abdomens diagnostiziert werden. Werden Steine erkannt, kann die Therapie entweder per offener Operation oder laparoskopischer Operation erfolgen. Eine offene Operation wird in der Regel Patienten mit schwerer Entzündung, Gallenblasenruptur oder Bauchhöhleninfektion vorbehalten.
Vorbeugung von Gallensteinen
Halten Sie ein gesundes Körpergewicht und einen normalen Blutfettspiegel durch regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Dies hilft, eine übermäßige Cholesterinausscheidung in die Galle zu verhindern. Falls eine Gewichtsreduktion erforderlich ist, sollte diese schrittweise und angemessen erfolgen, denn ein rascher Gewichtsverlust kann die Cholesterinausscheidung in die Galle erhöhen und damit das Risiko der Gallensteinbildung steigern.
Quelle : Bangphai Hospital
**Übersetzt und zusammengestellt vom ArokaGO Content Team
Unabhängiger Autor
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