Tonsillitis

Die Tonsillen sind lymphatische Gewebe, die sich an den Seiten des Mundes, an der Zungenbasis und hinter der Nasenhöhle befinden. Ihre Funktion besteht darin, Keime abzufangen, die in die Atemwege und den Verdauungstrakt gelangen könnten. Häufige Probleme im Zusammenhang mit den Tonsillen sind die Tonsillitis oder eine erhebliche Vergrößerung der Tonsillen, was zu einer Verengung der Atemwege oder zu Schluckbeschwerden führen kann.
Verstehen der Symptome einer Tonsillitis
Symptome der akuten Tonsillitis
Die akute Tonsillitis kann sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auftreten, kommt jedoch am häufigsten bei Kindern unter 10 Jahren vor. Sie kann entweder durch bakterielle oder virale Infektionen verursacht werden. Die Patienten haben häufig hohes Fieber, Kopfschmerzen und starke Schmerzen beim Schlucken. Bei Kindern kann es außerdem zu vermehrtem Speichelfluss oder Erbrechen nach dem Essen kommen. Vergrößerte Lymphknoten im Hals können ebenfalls tastbar sein. In einigen Fällen kann sich bei Ausbreitung der Entzündung über die Tonsillen hinaus ein Peritonsillarabszess entwickeln.
Symptome der chronischen Tonsillitis
Die chronische Tonsillitis ist durch häufige Halsschmerzen aufgrund wiederholter Entzündungen oder vergrößerte Tonsillen gekennzeichnet, die das Schlucken oder Atmen beeinträchtigen. Sie kann auch mit Schnarchen oder obstruktiver Schlafapnoe einhergehen.
Behandlung der Tonsillitis
1. Ärzte führen die Behandlung in der Regel symptomorientiert durch, z. B. mit fiebersenkenden Medikamenten, Mitteln zur Linderung von Halsschmerzen und Mundspülungen, die helfen können, die Bakterienmenge zu verringern. Häufiges Gurgeln mit Salzwasser (½ bis 1 Teelöffel Salz in einem Glas warmem Wasser) kann ebenfalls helfen, Keime im Mund zu reduzieren.
2. Wenn der Arzt feststellt, dass die Erkrankung durch eine bakterielle Infektion verursacht wird, werden Antibiotika verschrieben, die in der Regel mindestens 7–10 Tage kontinuierlich eingenommen werden sollten. In Fällen mit schweren Symptomen und wenn der Patient nicht essen kann, kann ein Krankenhausaufenthalt erforderlich sein, damit Flüssigkeit und Antibiotika intravenös verabreicht werden können.
Tritt bei einem Patienten mehrmals im Jahr eine Tonsillitis auf, kann der Arzt eine Operation in Erwägung ziehen.
Indikationen für eine Tonsillektomie
- Häufige Entzündungen der Tonsillen, mehrmals pro Jahr über viele aufeinanderfolgende Jahre
- Stark vergrößerte Tonsillen, die zu einer Atemwegsobstruktion, Schlafapnoe oder Schluckbeschwerden führen
- Ein bereits aufgetretener Peritonsillarabszess, der eine Drainage erforderte; die Tonsillektomie sollte nach dem Abklingen der Entzündung geplant werden
- Verdacht auf Tumor oder Krebs der Tonsillen
- Weitere Befunde, wie Nahrungsreste oder Tonsillensteine in den Tonsillen, die Schluckbeschwerden verursachen
Ratschläge und wichtige Hinweise für Patienten, die eine Tonsillektomie erhalten
- Für etwa 1 Woche flüssige oder weiche Nahrung zu sich nehmen. Vermeiden Sie harte oder sehr heiße Speisen, da sie die Halsschmerzen verstärken und das Risiko von Blutungen aus der Operationswunde erhöhen können.
- Starkes Husten oder Räuspern vermeiden
- In den ersten 1–2 Tagen nach der Operation häufig Eis lutschen
- In der ersten Woche übermäßige Stimmbelastung vermeiden, viel trinken und ausreichend Ruhe halten
Quelle:
Arokago Providers Thai Nakarin Hospital
**Übersetzt und zusammengestellt vom ArokaGO Content Team
Unabhängiger Autor
Diesen Artikel teilen
Weitere Artikel
Entdecken Sie weitere Einblicke in Gesundheitsversorgung und Medizintourismus.

Auslöserfinger (Stenosen-Tenosynovitis)
Der Schleiffinger ist eine Erkrankung, bei der ein oder mehrere Finger in gebeugter Position stecken bleiben und sich nicht mehr normal gerade machen lassen.

„Nierenerkrankung“ – Die stille Bedrohung, die Sie nicht ignorieren sollten: Frühzeitig erkennen, vorbeugen, bevor es zu spät ist
Nierenerkrankung ist eine der häufigsten chronischen Krankheiten unter thailändischen Menschen, und ihre Prävalenz nimmt weiterhin zu. Besonders besorgniserregend ist, dass Nierenerkrankungen in den frühen Stadien oft keine Symptome zeigen, sodass viele Patienten die Erkrankung erst entdecken, nachdem sie bereits in ein schwerwiegenderes Stadium fortgeschritten ist. Das frühzeitige Verständnis von Nierenerkrankungen ist daher entscheidend für eine effektive Prävention und zur Verlangsamung des Rückgangs der Nierenfunktion.

Ungeschützter Sex und HIV-Risiko: Infektionsraten?
Ungeschützter Geschlechtsverkehr kann das Risiko einer HIV-Infektion erhöhen.