
Jerusalem — Forscher haben ein implantierbares künstliches Gerät entwickelt, das wie eine Bauchspeicheldrüse funktioniert und möglicherweise die Notwendigkeit täglicher Insulininjektionen für Millionen von Diabetespatienten weltweit beseitigt.
Jerusalem — Forscher haben ein implantierbares künstliches Gerät entwickelt, das wie ein Pankreas funktioniert und möglicherweise die Notwendigkeit täglicher Insulininjektionen für Millionen von Patienten mit Diabetes weltweit beseitigt.
Das Technion – Israel Institute of Technology gab am Montag bekannt, dass ein gemeinsames Forscherteam aus Israel und den Vereinigten Staaten erfolgreich das implantierbare Gerät entwickelt hat, das als „künstliches Pankreas“ konzipiert ist. Das System fungiert wie eine kleine Apotheke im Körper, indem es kontinuierlich die Blutzuckerwerte überwacht und automatisch die genaue Menge Insulin produziert und abgibt, die benötigt wird.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Behandlungsmethoden funktioniert das Gerät autonom, ohne dass externe Pumpsysteme oder eine kontinuierliche Überwachung durch den Patienten erforderlich sind.
Laut dem Forschungsbericht hat das Team eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung implantierbarer medizintechnischer Geräte bewältigt: das Immunsystem des Körpers, das häufig Fremdmaterialien angreift. Um dieses Problem zu lösen, entwickelten die Forscher eine schützende „Kristallrüstung“, die das implantierte Gerät gegen eine Immunabstoßung abschirmt und so einen zuverlässigen Betrieb über lange Zeiträume ermöglicht.
Die Technologie hat bereits Erfolge bei der Aufrechterhaltung einer langfristigen Glukosekontrolle bei Labormäusen und nicht-menschlichen Primaten gezeigt.
Während Diabetes das primäre Ziel dieser künstlichen Pankreas-Technologie darstellt, sind die Forscher der Ansicht, dass sie auch zur Behandlung anderer chronischer Erkrankungen angepasst werden könnte. Durch die Modifikation der im Gerät befindlichen gentechnisch veränderten Zellen könnte das System möglicherweise therapeutische Proteine bereitstellen, die beispielsweise zur Behandlung von Hämophilie und anderen Stoffwechselerkrankungen benötigt werden.
Wenn sich die Technologie in klinischen Studien am Menschen als erfolgreich erweist, könnte dies einen bedeutenden Durchbruch in der Medizin darstellen, indem die Behandlung von lebenslangen Medikamenteninjektionen auf eine Form der „lebenden Therapie“ umgestellt wird, die sich autonom innerhalb des menschlichen Körpers reguliert.
Quelle : Xinhua Thai News
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