
Canberra, 25. Mai – Australische Wissenschaftler haben eine Schlüsselrolle des Tau-Proteins, eines mit der Alzheimer-Krankheit assoziierten Proteins, bei der Bildung des Langzeitgedächtnisses identifiziert und liefern damit neue Erkenntnisse, die die zukünftige Demenzforschung unterstützen könnten.
Canberra, 25. Mai – Australische Wissenschaftler haben eine Schlüsselrolle des Tau-Proteins, eines mit der Alzheimer-Krankheit assoziierten Proteins, bei der Bildung von Langzeitgedächtnis identifiziert und damit neue Erkenntnisse gewonnen, die die zukünftige Demenzforschung unterstützen könnten.
Laut einer Studie der Flinders University, veröffentlicht in Nature Communications, spielt das Tau-Protein eine wichtige Rolle bei der Organisation und Stabilisierung von Langzeitgedächtnisinhalten. Die Studie ergab, dass Tau zwar für das initiale Lernen oder den kurzfristigen Abruf nicht unerlässlich ist, aber entscheidend dafür, Erinnerungen stärker und langlebiger zu machen.
In Experimenten an Mäusen fanden die Forscher heraus, dass Tau bei der Organisation von Engrammzellen hilft, spezialisierten Neuronen, die die physischen Spuren von Erinnerungen im Gehirn bilden. Während einer Schlüsselphase der Gedächtniskodierung hilft Tau dabei festzulegen, welche Zellen zur Speicherung von Erinnerungen ausgewählt werden. Es trägt außerdem dazu bei, übermäßige Gehirnaktivität oder „Rauschen“ zu verhindern, sodass nur spezifische Neuronen in das Gedächtnisnetzwerk aufgenommen werden. Dieser Prozess trägt dazu bei, Erinnerungen klarer und stabiler zu machen.
Die Forschung hob auch die Bedeutung einer subtilen chemischen Modifikation des Tau, bekannt als Phosphorylierung, hervor. Während abnormale Tau-Phosphorylierung ein zentrales Merkmal der Alzheimer-Krankheit ist, legt die Studie nahe, dass niedrige und gut regulierte Phosphorylierungsniveaus für die normale Gehirnfunktion erforderlich sind.
Die Forscher erklärten, dass krankheitsbedingte Formen von Tau sowohl die Bildung neuer Erinnerungen als auch den Abruf bestehender Erinnerungen stören könnten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Gedächtnisverlust im Zusammenhang mit Demenz nicht nur auf Probleme bei der Speicherung von Erinnerungen zurückzuführen sein könnte, sondern auch auf eine beeinträchtigte Organisation und einen gestörten Abruf von Erinnerungsinhalten.
Quelle: Xinhua Thai News
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