
Mehr als 3.600 bestätigte Ebola-Fälle und 1.587 Todesfälle wurden gemeldet, während sich der Ausbruch über fünf Provinzen ausbreitet und Gesundheitspersonal zunehmend betroffen ist.
Mehr als 3.600 bestätigte Ebola-Fälle und 1.587 Todesfälle wurden gemeldet, während sich der Ausbruch über fünf Provinzen ausbreitet und Gesundheitspersonal zunehmend betroffen ist.
KINSHASA — Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, dass der anhaltende Ebola-Virus-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) mit 3.605 bestätigten Fällen des Bundibugyo-Stamms zum größten in der Geschichte des Landes geworden ist.
Laut dem am Samstag, dem 1. August, veröffentlichten WHO-Bericht hat der Ausbruch 1.587 Todesfälle verursacht, was einer Fallsterblichkeitsrate von etwa 44 % entspricht.
Die Zahl der bestätigten Infektionen hat den bisherigen größten Ebola-Ausbruch des Landes zwischen 2018 und 2020 übertroffen, als 3.317 Fälle gemeldet wurden.
Der aktuelle Ausbruch konzentrierte sich zunächst auf die Gesundheitszone Mongbwalu in der Provinz Ituri, hat sich jedoch in den vergangenen zwei Monaten rasch ausgebreitet.
Die WHO teilte mit, dass Infektionen inzwischen in 49 Gesundheitszonen in fünf Provinzen gemeldet wurden Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Haut-Uele und Tshopo.
Auch Gesundheitspersonal ist zunehmend betroffen, mit 151 infizierten medizinischen Fachkräften und 44 gemeldeten Todesfällen unter Beschäftigten im Gesundheitswesen.
Die Zahlen haben Bedenken hinsichtlich Lücken bei Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle in Gesundheitseinrichtungen aufgeworfen.
Die WHO warnte, dass Unsicherheit, Bevölkerungsvertreibung, hohe Mobilität und grenzüberschreitende Reisen die Bemühungen zur Überwachung und Eindämmung des Ausbruchs erschweren.
Viele der betroffenen Gebiete sind zudem von anhaltenden Konflikten betroffen, was den Zugang zu Gesundheitsdiensten, sauberem Wasser, Nahrungsmitteln und angemessenem Schutz einschränkt.
Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen haben den Zugang für Einsatzteams zusätzlich eingeschränkt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich Infektionen unentdeckt ausbreiten, so die Behörde.
Die sich verschlechternde Sicherheitslage hat die Überwachung und Kontaktverfolgung in Gemeinden, in denen Menschen häufig zwischen betroffenen Gebieten sowie über Provinz- oder internationale Grenzen hinweg reisen, besonders schwierig gemacht.
Die WHO erklärte, dass dringende Maßnahmen erforderlich seien, um die Krankheitsüberwachung, Labordiagnostik, klinische Versorgung, Infektionsprävention und -kontrolle, die Einbindung der Gemeinschaft sowie die Logistik zu stärken, um den Ausbruch einzudämmen.
Die zunehmende Zahl von Infektionen unter Gesundheitspersonal habe auch die Notwendigkeit unterstrichen, Schutzmaßnahmen in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen zu verstärken.
Gesundheitsbehörden und internationale Organisationen arbeiten daran, Fälle schneller zu identifizieren, die Infektionskontrolle zu stärken und den Zugang zu Behandlung in den betroffenen Gemeinden zu verbessern.
Die WHO stuft den Ebola-Ausbruch in der DR Kongo derzeit als sehr hohes Risiko ein und unterstreicht damit die Notwendigkeit verstärkter Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, um eine weitere Übertragung zu verhindern.
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