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Wenn ein Patient unter Rückenschmerzen leidet, beginnt der Arzt mit einer gründlichen Anamnese, um die zugrunde liegende Ursache zu diagnostizieren. Die Ursachen von Rückenschmerzen können wie folgt in verschiedene Gruppen eingeteilt werden:
Degenerativ (Verschleiß): Dies wird häufig bei älteren Erwachsenen beobachtet, aufgrund der Degeneration der Bandscheiben im Laufe der Zeit, was zu einer Bandscheibenkompression und dadurch zu Rückenschmerzen oder Nervenkompression führt.
Überbeanspruchung: Dies wird häufig bei Personen beobachtet, die unter dem Office-Syndrom leiden, bei dem wiederholte Bewegungen oder eine schlechte Haltung während langer Sitzphasen zu Muskelverspannungen führen. Es ist auch häufig bei Personen, die regelmäßig schwere Lasten heben.
Trauma: Rückenschmerzen können durch traumatische Unfälle wie Verkehrsunfälle oder Stürze aus großer Höhe entstehen, die zu Frakturen, Luxationen oder Nervenverletzungen führen können. Leichte Unfälle wie Ausrutschen oder sportbedingte Verletzungen können jedoch je nach Schwere des Vorfalls lokale Schmerzen verursachen.
Spinale Tumoren: Dies tritt bei Krebspatienten auf, wenn Tumoren in die Wirbelsäule metastasieren. Die Schmerzen werden in der Regel dadurch verursacht, dass die Knochenstruktur durch die Ausbreitung der Erkrankung geschwächt wird. Dies kommt häufiger bei älteren Erwachsenen vor.
Infektion: Rückenschmerzen können auch durch Infektionen in der Wirbelsäule entstehen, wobei Patienten häufig Rückenschmerzen zusammen mit Fieber verspüren.
Rückenschmerzen mit Fieber: Dies könnte mit einer Infektion zusammenhängen.
Appetitlosigkeit oder schneller Gewichtsverlust: Dies könnte auf Krebs hinweisen.
Taubheitsgefühl oder Schwäche: Dies kann mit einer Nervenkompression zusammenhängen.
Abnorme Darm- oder Blasenfunktion: Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Inkontinenz könnten auf eine Nervenkompression hinweisen, die die Blasen- und Darmfunktion beeinträchtigt.
Chronische Schmerzen, die länger als 3 Monate andauern: Anhaltende Schmerzen sollten von einem Arzt abgeklärt werden, um die Ursache zu bestimmen.
Rückenschmerzen nach einem Unfall: Dies kann eine Wirbelsäulenfraktur oder einen Kollaps beinhalten.
Nach einer ersten Diagnose durch Anamnese, körperliche Untersuchung, Röntgenaufnahmen oder MRT-Scans entscheiden die Ärzte über einen Behandlungsplan basierend auf dem zugrunde liegenden Problem. Die Behandlungen können im Allgemeinen in drei Kategorien unterteilt werden:
Medikamente: Ärzte können je nach Diagnose Schmerzmittel, entzündungshemmende Medikamente, Muskelrelaxanzien oder Medikamente gegen neuropathische Schmerzen verschreiben.
Nicht-medikamentöse Behandlungen:
Physiotherapie: Dazu gehören Behandlungen wie Massage, Ultraschall, Lasertherapie und Stoßwellentherapie, um die Muskeln zu entspannen und Schmerzen zu lindern. Spezifische Übungen zur Stärkung und Dehnung der Muskeln können ebenfalls verordnet werden.
Lebensstiländerungen: Ärzte beurteilen die Gewohnheiten des Patienten und schlagen Korrekturmaßnahmen vor, um eine Verschlimmerung der Erkrankung zu vermeiden.
Chirurgische Behandlung: Eine Operation kann für Patienten empfohlen werden, die auf konservative Behandlungen nicht angesprochen haben. Dazu gehören Erkrankungen wie Nervenkompression aufgrund von Bandscheibenvorfällen oder degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule.
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kdms Orthopädisches Krankenhaus
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