Abnormaler vaginaler Ausfluss. Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Abnormaler vaginaler Ausfluss ist ein häufiges Anliegen vieler Frauen, da er das tägliche Leben beeinträchtigen kann. Dennoch sollte er nicht ignoriert werden, da er ein Anzeichen für zugrunde liegende Gesundheitsprobleme sein kann. Dieser Artikel hilft Ihnen zu verstehen, was als abnormer Ausfluss gilt und auf welche Erkrankungen er hindeuten kann.
Was verursacht vaginalen Ausfluss?
Vaginaler Ausfluss, auch als Leukorrhoe bezeichnet, ist eine normale Flüssigkeit, die bei allen Frauen im gebärfähigen Alter aus der Vagina ausgeschieden wird. Er wird von den Schleimhäuten produziert, um den Vaginalbereich feucht zu halten und gleichzeitig vor Infektionen und Irritationen zu schützen.
Menge, Farbe und Konsistenz des Ausflusses können sich im Verlauf des Menstruationszyklus verändern. Normaler vaginaler Ausfluss zeigt typischerweise folgende Merkmale:
- Tage 6–14 des Zyklus: Der Ausfluss ist meist trüb, weiß oder leicht gelblich und tritt in geringerer Menge auf. Er kann sich leicht klebrig anfühlen.
- Tage 14–25 (um den Eisprung): Der Ausfluss wird klar, rutschig und dehnbar wie Eiweiß und nimmt an Menge zu.
- Tage 25–28 (vor der Menstruation): Die Ausflussmenge nimmt ab und kann fast verschwinden.
Wie erkennt man abnormalen vaginalen Ausfluss?
Wie bereits erwähnt, ist normaler vaginaler Ausfluss meist weiß oder leicht trüb und geruchlos. Daher sollten auffällige Veränderungen nicht unbeachtet bleiben. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Anzeichen für abnormalen Ausfluss, damit Sie Ihren eigenen Zustand besser beobachten können. Abnormaler vaginaler Ausfluss kann anhand folgender Merkmale erkannt werden:
- Farbveränderungen: Von weiß zu grün, gelb, gräulich-weiß oder rot (durch Blut)
- Starker oder unangenehmer Geruch: einschließlich fischartiger Geruch
- Schaumige Konsistenz
- Juckreiz im Vaginal- oder Genitalbereich
- Brennendes Gefühl im Genitalbereich
Was sagt die Farbe des vaginalen Ausflusses aus?
Die Farbe eines abnormalen vaginalen Ausflusses sollte nicht ignoriert werden. Es geht nicht ausschließlich um die Farbe – sie kann auf darunterliegende Gesundheitsprobleme hinweisen. Schauen wir uns an, was verschiedene Ausflussarten bedeuten können:
- Hellgrüner Ausfluss mit Juckreiz und fischigem Geruch: Kann auf eine bakterielle Vaginalinfektion oder eine sexuell übertragbare Infektion (STI) hinweisen.
- Rosafarbener Ausfluss: Kann den Beginn der Menstruation oder das Ablösen der Gebärmutterschleimhaut nach der Geburt (Lochien) anzeigen.
- Grauer Ausfluss mit starkem Geruch, Juckreiz oder Rötung: Kann ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion sein, einschließlich Entzündung der Vagina oder des Gebärmutterhalses, oft im Zusammenhang mit STI.
- Brauner Ausfluss oder blutbeimischter Ausfluss: Kann auf zugrunde liegende Gesundheitsprobleme wie eine Zervizitis oder ovulationsbedingte Blutungen hinweisen. Wenn zusätzlich Unterbauchschmerzen auftreten, kann das ein Zeichen für eine Eileiterschwangerschaft sein – suchen Sie umgehend einen Arzt auf.
Erkrankungen im Zusammenhang mit abnormalem vaginalem Ausfluss
Neben Farbveränderungen kann abnormer vaginaler Ausfluss auch mit verschiedenen Grunderkrankungen zusammenhängen, darunter:
- Vaginale Pilzinfektion: Der Ausfluss ist typischerweise dick, weiß und klumpig (quarkähnlich). In einigen Fällen kann er grünlich erscheinen, wenn gleichzeitig eine bakterielle Infektion vorliegt. Symptome sind Juckreiz im Vaginal- oder Genitalbereich und manchmal Geschwüre – besonders bei sexuell übertragbaren Infektionen wie Herpes.
- Parasitärer Vaginalinfekt: Der Ausfluss kann gräulich-weiß erscheinen, oft begleitet von Entzündungen der Vagina und des Gebärmutterhalses.
- Sexuell übertragbare Infektionen (STI) wie Herpes: Häufige Symptome sind Brennen, Juckreiz, blasige Hautveränderungen im Genitalbereich, schmerzhaftes Wasserlassen und gelegentlich Fieber.
Vorbeugung und Behandlung von abnormalem vaginalem Ausfluss
Abnormaler vaginaler Ausfluss sollte nicht unberücksichtigt bleiben, da er auf verschiedene Grunderkrankungen hindeuten kann. Richtige Intimhygiene ist entscheidend zur Risikoreduktion. Dazu gehören die Aufrechterhaltung einer guten Hygiene, das Tragen von atmungsaktiver, gut sitzender Unterwäsche und die Sauberkeit der sanitären Anlagen. Wenn Sie einen abnormalen Ausfluss vermuten, ignorieren Sie dies nicht. Suchen Sie schnellstmöglich ärztlichen Rat, beispielsweise bei der EEU Klinik, um eine genaue Diagnose und geeignete Behandlung zu erhalten.
Quelle: EEU United Clinic
**Übersetzt und zusammengestellt vom ArokaGO Content Team
Unabhängiger Autor
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