COVID-19-Impfung bei Schwangeren

Derzeit gibt es wahrscheinlich keine Erkrankung, die mehr öffentliche Aufmerksamkeit erregt hat als COVID-19. Für schwangere Frauen bringt eine Infektion mit COVID-19 noch größere Besorgnis mit sich. Obwohl Berichte über eine Übertragung von der Mutter auf den Fötus sehr selten sind und mehr als 90% der infizierten Schwangeren nur milde Symptome zeigen und genesen, wurde festgestellt, dass sich Frauen im späteren Stadium der Schwangerschaft einem höheren Risiko aussetzen, eine schwere Erkrankung zu entwickeln, die eine Krankenhauseinweisung erfordert, verglichen mit nicht-schwangeren Frauen im gleichen Alter. Darüber hinaus besteht ein zweifach erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder Frühgeburten.
Dies hat weltweit dazu geführt, dass öffentliche Gesundheitsbehörden Empfehlungen zur COVID-19-Impfung für Schwangere herausgegeben haben. Es wird empfohlen, dass alle schwangeren Frauen Zugang zur Impfung haben. In Gebieten mit geringem Infektionsrisiko kann die Impfung ab der 12. Schwangerschaftswoche begonnen werden, während in Hochrisikogebieten die Impfung sofort eingeleitet werden kann. Bei stillenden Frauen oder Frauen mit Kinderwunsch muss die Impfung nicht verschoben werden. Wenn zuvor andere Impfstoffe verabreicht wurden, wird empfohlen, einen Abstand von mindestens zwei Wochen vor der COVID-19-Impfung einzuhalten.
Zu den Vorteilen der Impfung gehört die Verringerung des Infektionsrisikos sowie von Komplikationen wie Frühgeburt oder Fehlgeburt, insbesondere bei schwangeren Frauen mit bestehenden Vorerkrankungen. Studien haben zudem gezeigt, dass während der Schwangerschaft verabreichte mRNA-Impfstoffe Immunität über die Plazenta auf den Fötus oder über die Muttermilch auf das Neugeborene übertragen können. Für andere Impfstoffarten liegen bislang nur begrenzte Daten vor. Dennoch empfehlen sowohl die Weltgesundheitsorganisation als auch das Royal Thai College of Obstetricians and Gynaecologists, dass jeder verfügbare COVID-19-Impfstoff verwendet werden kann.
Gleichzeitig sollten sich Schwangere der potenziellen Risiken bewusst sein, da die derzeitige Forschung zu den Auswirkungen der Impfung speziell bei Schwangeren noch begrenzt ist und sich nur auf bestimmte Impfstoffarten bezieht. Obwohl es keine Berichte über eine Schädigung des Fötus oder der Schwangerschaft gibt, können Impfstoffe Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Fieber verursachen. Vektorbasierte Impfstoffe wurden zudem in seltenen Fällen mit abnormer Blutgerinnung in Verbindung gebracht. Dennoch sind diese Nebenwirkungen selten und treten bei Schwangeren in ähnlicher Häufigkeit wie bei nicht-schwangeren Frauen im gleichen Alter auf.
Die Entscheidung für eine Impfung sollte zwei Hauptfaktoren berücksichtigen. Erstens das Maß an Expositionsrisiko gegenüber einer Infektion – zum Beispiel das Zusammenleben mit medizinischem Personal, das Wohnen in Hochrisikogemeinschaften, häufiger Kontakt zu anderen oder ein großer Haushalt. Zweitens das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf im Falle einer Infektion, wie beispielsweise bestehende Grunderkrankungen wie Immundefizienz, Diabetes, Hypertonie, Herzkrankheiten oder Asthma, Übergewicht, ein Alter über 35 Jahre oder ein Gestationsalter über 28 Wochen. Sind beide Risikofaktoren vorhanden, wird die COVID-19-Impfung dringend empfohlen.
Quelle: Samitivej Chonburi Hospital
**Übersetzt und zusammengestellt vom ArokaGO Content Team
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